Dafür setzte sich die FDP für Sie bei der letzten Stadtratsitzung am 27. Januar 2011 ein:
Resolution zum Gemeindefinanzierungsgesetz 2011
Alle Fraktionen im Rat der Stadt Schleiden gaben einstimmig eine Resolution zum neuen Gemeindefinanzierungsgesetz 2011 ab, die
hier als PDF-Datei eingesehen und heruntergeladen werden kann. Ursächlich für den massiven überparteilichen Widerstand gegen das geplante Gemeindefinanzierungsgesetz der Rot-Grünen Landesregierung ist, dass Schlüsselzuweisungen stark zulasten des ländlichen Raumes und zugunsten der Ballungsgebiete verändert werden sollen.
Schleiden – Klosterplatz
Die Verwaltung zog die angedachte Bebauungsplanänderung auf Anraten der Koalitionsfraktionen von FDP, SPD, Grüne und UWV zurück. Die Koalition hat sich auf ihrer Jahrestagung dafür ausgesprochen, für den innerstädtischen Bereich von Schleiden in den kommenden Jahren eine Gesamtkonzeption neu zu erstellen. In diese Neukonzeption soll vordringlich natürlich auch der Klosterplatz in Schleiden einbezogen werden.
Gemünd, Katharinenwiese
Der Bebauungsplan wurde hinsichtlich der auf der Katharinenwiese angedachten Nutzung mit Ferienhäusern entsprechend der Vorstellung des Investors in den Ausschüssen geändert.
Einrichtung eines interaktiven Erlebnispfades
Auf Vorschlag eines Olefer Bürgers soll in der Stadt Schleiden ein „interaktiver Erlebnispfad“ eingerichtet werden. Das im Fachausschuss vorgestellte Konzept wurde vom Stadtrat zur Kenntnis genommen. Der Rat beauftragte den Bürgermeister die Modalitäten hinsichtlich der Einrichtung eines solchen Erlebnispfades unter Beteiligung des Touristik Schleidener Tal in einer touristischen Gesamtkonzeption abzuklären.
Kreisverkehr Gemünd, Hermann-Kattwinkel-Platz / Dürener Straße
Auf Anfrage teilte Bürgermeister Hergarten mit, dass die Planungen vorsehen, den o. a. Kreisverkehr unabhängig davon zu bauen, ob bereits Verhandlungen mit allen angrenzenden Grundstückseigentümern vorgenommen wurden.
Das an die Haushalte im Stadtgebiet verteilte Rundschreiben findet sich ebenfalls auf unserer Seite an
dieser Stelle.

Überall da, wo Jugendarbeit geleistet wird und vom Kreis finanziell entlohnte Pädagogen tätig sind, geht Sorge um. Wie sieht die Zukunft aus? Kann man weiter mit Kreismitteln für die pädagogischen Fachkräfte rechnen und die bisherige Arbeit fortsetzen? Die Sorge ist nicht grundlos, denn im Kreistag steht die Entscheidung an, ob die ohnehin knappen Mittel neu verteilt werden sollen (örtliche Veränderung der bisher 12,9 Fachkraftstellen).
Die FDP-Kreistagsfraktion machte sich „vor Ort“, wie sie es vor wichtigen Beschlüssen meist tut, mal wieder „schlau“ und ließ sich in Gemünd im „Kolosseum“ informieren, unter welch schwierigen Bedingungen Jugendarbeit geleistet wird. Das „Kolosseum“, ursprünglich mal bei der evangelischen Kirchengemeinde angesiedelt, gibt es in Vereinsträgerschaft seit 2007.

Ein vierköpfiger Vereinsvorstand unter Führung von Christa Mann hat enorme Arbeit zu „stemmen“, um die finanziellen und materiellen Voraussetzungen für die pädagogische Arbeit von Siegrid Sanden-Hennes und Hubertus Dirk zu schaffen. Denn nur das Gehalt der beiden (gemeinsam 0,9 Stellen) wird vom Kreis getragen, alles andere wie Mieten, Spielgeräte, Lehr- und Lernmittel aufbringen. Da es keine Beiträge gibt, ist man ausschließlich auf Spenden angewiesen. Rund 15.000 Euro benötigt man jährlich.
Sanden-Hennes erläuterte den FDP-Politikern Konzept und Arbeitsweise im „Kolosseum“. Von Montag bis Freitag sind die jugendgerechten Räumlichkeiten täglich jeweils fünf Stunden, teils bis 21 Uhr, geöffnet. In der Regel zählt man zwischen 17 und 30 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, mittwochs kümmert man sich um 10- bis 13-Jährige.

Aus Gemünd und der näheren Umgebung kommen Gymnasiasten, Hauptschüler, aber auch „sozial benachteiligte Jungen und Mädchen, die relativ viel Aufmerksamkeit beanspruchen“ – so die Pädagogin. Das sei nicht immer problemlos, aber man motiviere die Jugendlichen zu gegenseitigem Respekt und Toleranz. Vorsitzende Christa Mann hat ein „gegenseitiges soziales Lernen“ festgestellt mit positiven Auswirkungen. Ihr Fazit: „Diese Arbeit rechnet sich prophylaktisch auf Jahre.“
Natürlich blickt man in Gemünd mit Spannung auf das, was die Politiker demnächst entscheiden, wenn sie den „Kinder- und Jugendförderplan“ fortschreiben, denn man benötigt ja eine gewisse Planungssicherheit.
Würde beispielsweise die pädagogische Arbeit in Gemünd reduziert, hätte das fatale Auswirkungen auf Öffnungszeiten, Attraktivität und somit auch auf individuelle Betreuung nebst präventiver Drogenarbeit. „Es wäre zu befürchten, dass viele, die wir auffangen könnten, (wieder) unter die Räder kommen“, ist man sich im Vorstand sicher.
Natürlich weiß man auch bei der FDP, dass der Kreis sparen muss. Wenn man aber bei der Förderung der Jugendarbeit spare, so Fraktions-Chef Hans Reiff, könne das letztendlich für den Kreis sehr teuer werden – etwa wegen Heimunterbringungen.
Beim „Kolosseum“, wo deutsche und Jugendliche mit Migrationshintergrund täglich aufeinander treffen, wo sie lernen, sich gegenseitig zu respektieren und Konflikte gewaltfrei zu lösen, wo Rücksichtnahme, Kooperationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein sowie die Akzeptanz von Regeln und Grenzen gelehrt und erlernt wird, hofft man, die bisherige Arbeit zumindest im bisherigen Rahmen mit den jetzigen Pädagogen fortsetzen zu dürfen. „Eine Reduzierung hätte katastrophale folgen“, prognostiziert Vorsitzende Christa Mann.
Der Originalartikel ist auf der Seite der
FDP im Kreis Euskirchen zu finden.